Rückschau auf einen Kongress:

NICHTS IST EGAL
 Oder: Die Kultivierung der Bildung

Vom 14. – 16. Februar 2014 in den Münchner Kammerspielen.
Veranstalter: Archiv der Zukunft, Schulreferat der Stadt München und Münchner Kammerspielen

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Das ist ja alles interessant, sagen Studierende zu ihrem Professor, aber bitte reden sie nicht so viel. Sagen sie uns lieber gleich was sie prüfen. Das lernen wir dann auch. Schüler tragen T-Shirts mit dem Aufdruck: Der Schüler kam, saß und vergaß. Lernbulimie ist eines der am häufigsten gebrauchten Wörter über die Schule und neuerdings auch über das Studium.


ALLES EGAL?

Was läuft schief, wenn den meisten Schülern das, was in der Schule geschieht, egal wird? Warum erregen uns nicht die Studien, die zeigen, wie schnell das bloß kopierte Wissen wieder verfliegt?

NICHTS IST EGAL!

Es wird Zeit für ein neues Design der Bildung: Basislager, die in die Welt einladen! Erfahrungsräume, in denen Jugendliche herausfinden, was sie wollen. Labore, in den sie tief in eine Sache eintauchen können.

Kinder und Jugendliche sollten in Schulen auf den Geschmack der Welt kommen! Sie sollten hungrig werden und nicht satt!

Die Gesellschaft sollte sie herausfordern und dazu ermuntern wirksam zu werden!

DENN:
•Bildung ist keine Ressource, sondern eine Kultivierungsleistung!
•Bildung ist das, was bleibt!
•Bildung braucht Gesellschaft, so wie die Gesellschaft Bildung braucht!


Der Kongress stand am Anfang einer zweiten Phase des Netzwerks Archiv der Zukunft und seiner Erneuerung.

Der Schwung nach den Irritationen der Pisa-Studie ist gebremst. Viele Aufbrüche, Neugründungen und Umgründungen haben an Energie verloren. Aus mancher Idee ist auch Ideologie geworden. Das Gesamtbild der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Kindergärten, Schulen und Hochschulen ist trotz mancher Lichtblicke und Leuchttürme eher trüber geworden.

Die Sache läuft schief, wenn SchülerInnen und Studierende im Laufe der Jahre eher abgestumpft als begeistert werden, wenn ihnen das, was sie lernen, dabei egal wird, wenn viele nur noch das eine Hauptfach haben: Irgendwie durchzukommen. Wer kann eigentlich Interesse an diesem heimlichen-unheimlichen Bildungsziel haben?

Lauter Betriebswirtschaftler ihrer selbst, die das Leben dem Überleben opfern?

Lauter Vermeider des Wagnisses sie selbst zu werden?

Diese Haltung wird inzwischen auch von den meisten Unternehmen nicht mehr gewünscht.

Es gibt also Gründe die begonnene Bildungserneuerung von innen mit einem zweiten Bein zu vervollständigen. Dieses zweite Bein wäre der Ruf nach einer Veränderung der Lernkultur, der von außen kommt. Erst mit zwei Beinen kann man laufen.

Wir brauchen Bündnisse, auch ungewöhnliche Bündnisse.
 


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